„Eldorado für Mordgetriebene“: Warum Sie sich eine Kreuzfahrt gut überlegen sollten

Jedes Jahr verschwinden etwa 13 Menschen auf Kreuzfahrtschiffen, sagt der Strafrechtler und TV-Anwalt Alexander Stevens. Doch auf den weitläufigen Schiffen gibt es häufig weder Zeugen noch Kameraaufzeichnungen.

Der 36-Jährige nennt das Kreuzfahrtbusiness gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe „ein Eldorado für Mordgetriebene“. Denn es gibt weitere Gründe, warum Kreuzfahrtreisen für Morde besonders gut geeignet sind.

Nach Erfahrung des Juristen seien die Reedereien bei Unglücken an Bord kaum bereit, mit Ermittlungsbehörden zu kooperieren. Stevens wörtlich: „So wenig Informationen wie möglich dringen nach außen, alles wird auf ganz kleiner Flamme gekocht.“ Auf eine Mithilfe durch andere Passagiere in Form von Durchsagen werde meist verzichtet, um Unruhe unter den Gästen zu vermeiden.

Auch Herkunft der Schiffe spielt eine Rolle

Bei 99 Prozent aller Fälle, in denen Menschen über Bord eines Kreuzfahrtschiffs gingen, würden die Opfer nie gefunden, so der Jurist weiter. „Es gibt also nur selten eine Leiche und noch seltener jemanden, der sich ernsthaft darum bemüht, diese zu finden.“

Dabei spiele auch die Herkunft der Schiffe eine Rolle: „Viele dieser Schiffe fahren nicht unter deutscher Flagge. Sie sind in Ländern registriert, die es mit allgemeinen rechtsstaatlichen Grundsätzen nicht so genau nehmen. Die Behörden zeigen kein Interesse an Ermittlungen.“

Im Video: So setzen Luxusliner Verbrecher auf hoher See fest

2017-12-21T08:52:18+00:00 Von |

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