Sex Puppen – auch in Form eines minderjährigen Kindes – unterliegen keiner Strafe. Warum auch?  Dem Strafrecht ist schließlich immanent, dass entweder jemandem Schaden zugefügt oder dies zumindest versucht wird. Denn nur dann ist es „gerechtfertigt“ den Schädiger in letzter Konsequenz dafür auch ins Gefängnis zu stecken. Wer hingegen niemandem einen Schaden zufügt oder „etwas antut“, muss denknotwendig auch für nichts bestraft werden.

Selbst beim Besitz und dem Verbreiten von Kinderpornographie ist tatsächlich problematisch, ob ein rechtstheoretischer Grund vorliegt, dies unter Strafe zu stellen: denn beim „bloßen“ Betrachten oder Verbreiten von Kinderpornographie entsteht zumindest kein unmittelbarer Schaden. Der Betrachter hat mit dem gezeigten Missbrauch zumindest unmittelbar nichts zu tun. Mit sehr viel juristischer Auslegung führte man die Strafbewährtheit letztlich darauf zurück, dass durch den Konsum von Kinderpornographie neue Anreize zum Herstellen solcher Schriften geschaffen werden und damit auch Besitzer von Kinderpornos letztlich zum sexuellen Missbrauch von Kindern beitragen, wenn auch nicht unmittelbar kausal.

Umgekehrt heißt das aber auch: Wenn man sich Kinderpornographie nur aufmalt, eine Puppe aus Silikon bastelt oder Ähnliches, ist das gerade nicht strafbar, weil hier niemand zu Schaden kommt – ganz im Gegenteil!

Wer nun fordert, dass auch der Besitz von Kinder-Sexpuppen strafbar sein muss, versteht zum einen den Sinn und Zweck von Strafe nicht, zum anderen beraubt man Pädophilen damit letzte Handlungsalternativen, um sich rechtstreu zu verhalten und vor allem ihre Neigungen nicht an realen Opfern auszuleben.

Pädophilie ist – wie die Homosexualität auch – nichts bei dem man sich bewusst dafür oder dagegen entscheiden kann. Es ist eine Veranlagung!

Gleichzeitig ist der Gesetzgeber bereits längst dazu übergegangen, auch solche pornographische Schriften unter Strafe zu stellen, die zwar in Wirklichkeit keine Kinder (oder Jugendliche) zeigen, aber für den „objektiven“ Betrachter so aussehen, als ob es sich dabei um Kinder oder Jugendliche handelt,  zum Beispiel wenn volljährige Darsteller kindlich (bzw. jugendlich) geschminkt oder angezogen sind.

Das bedeutet also, gibt man im Internet das Wort „Teen“ ein und bekommt dann eine in Wirklichkeit 18-jährige Darstellerin zu sehen, die sich aber mit „Pippi Langstrumpf Frisur“ Ringel-Söckchen und aufgemalten Sommersprossen deutlich jünger darstellt als sie tatsächlich ist, macht man sich trotzdem strafbar! Gleiches gilt im Übrigen auch für täuschend echte Computer-Animationen. Der Grund hierfür: Beweisschwierigkeiten…

In denknotwendiger Konsequenz zu dem oben Gesagten widerspricht das dem Wertungssystem unseres Strafrechts, das ja als Ultima Ratio nur dann eingreifen soll, wenn anderen Menschen Schaden zugefügt wird?!

So gesehen wäre also auch die Benutzung von Kinderpuppen dann als Kinderpornographie strafbar, wenn man sich z.B. beim Sex mit der täuschend echt aussehende Kinderpuppe filmen würde. Dies obwohl hierdurch niemand Schaden erleidet – außer vielleicht die Puppe.