Spezialisierte Kanzlei für Sexualstrafrecht

sexuelle Belästigung | Exhibitionismus

  • Vorwürfe wegen sexueller Belästigung, beleidigenden oder gar übergriffigen Verhaltens werden häufig völlig unerwartet erhoben

  • Auch bei belanglosen körperlichen Berührungen oder nur unterschwelligen Avancen drohen bereits ernste arbeits,- disziplinar- und strafrechtliche Konsequenzen

  • Nach dem neuen Sexualstrafrecht kann selbst niederschwelliges sexuelles Fehlverhalten bereits mit Mindeststrafe von 6 Monaten Freiheitsstrafe geahndet werden (sexueller Übergriff)

  • Trotz meist dünner Beweislage (Aussage gegen Aussage) und häufigen Falschbeschuldigungen ist jeder noch so fernliegend erscheinende Vorwurf sexuellen Fehlverhaltens sehr ernst zu nehmen

  • Oft liegen dem vorgeworfenem Verhalten keine bösen Absichten oder schlicht ein Missverständnis in Kommunikation oder gegenseitiger Attraktion zu Grunde

Top Anwälte im Sexualstrafrecht
Verteidigung-Strafrecht Strafrecht, Fachanwalt für Strafrecht, Strafverteidiger, Anwalt Strafrecht hat 4,95 von 5 Sternen 34 Bewertungen auf ProvenExpert.com

Bereits der Vorwurf einer Sexualstraftat ist existenzbedrohend – völlig unabhängig davon, ob zutreffend oder nicht. Besonders zu Unrecht Beschuldigte unterschätzen dabei die erhebliche Gefahr von Falschbeschuldigungen, sei es bewusst oder aufgrund von falschen Erinnerungen, Irrtümern oder psychischen Erkrankungen.

Größtes Problem bei Vorwürfen sexueller Belästigung ist die völlige Unbestimmtheit der Begrifflichkeiten. Denn was unter einem „sexuellen“ und gar „belästigenden“ Verhalten zu verstehen ist, wird nicht definiert und völlig subjektiv interpretiert.
Einigkeit besteht allenfalls darin, dass die Grenze zwischen Scherz oder Flirt und sexueller Belästigung überschritten ist, wenn „geschlechtliche Körperregionen“ in unerwünschter Weise berührt werden. Doch auch hier gehen die Meinungen auseinander, was Alles darunter zu verstehen ist, zumal dann ist immer noch unklar bleibt, ob eine absichtliche Belästigung oder einfach nur ein interkommunikatives Missverständnis vorliegt.

Leider wird mittlerweile fast immer ohne jegliche kritische Überprüfung dem vermeintlichen Opfer geglaubt – auch aufgrund der in diesem Zusammenhang oft verbreiteten Behauptung, Falschbeschuldigungen kämen angeblich kaum vor.

Anders als im sonstigen Strafrecht werden bei den Sexualdelikten die Weichen für den Ausgang des Verfahrens bereits entscheidend bei Anzeigeerstattung gestellt, sodass unbedingt so früh wie möglich alle strafprozessualen Möglichkeiten ausgeschöpft werden müssen: Angefangen von der Frage ob und wie man ggf. aussagt oder sich sonst aktiv gegen falsche Vorwürfe verteidigt (z.B. Gegenanzeige), bis hin zu dem Umgang mit meist unprofessionellen „internen Ermittlungen“ und Vernehmungen am Arbeitsplatz.

Bei Sexualdelikten ist die Beweislage zu Beginn völlig offen (Stichwort: Aussage gegen Aussage), so dass es von Anfang an entscheidend auf eine dem Einzelfall angepasste Verteidigung durch einen spezialisierten Fachanwalt ankommt.

Beratung

Verteidigung bei Belästigungsvorwürfen

Vorwurf unzutreffend

Missverständnis, Irrtum, Falschbeschuldigung

Bei niederschwelligen sexuellen Belästigungsvorwürfen handelt es sich ganz besonders häufig um Missverständnisse, oft bedingt durch fehlgeleitete Kommunikation.  Insbesondere missglückte Annäherungsversuche in einer zunächst zugewandten Stimmung müssen nicht strafbar sein, vergleichbares gilt für derbe sexistische Scherze oder „Mutproben“.

Oft liegt bei Vorwürfen sexueller Belästigung oder auch Exhibitionismus auch ein Irrtum vor, weil etwa die falsche Person als Täter erkannt wurde oder an sich harmloses Verhalten negativ interpretiert wird.

Neben „echten“ Falschbeschuldigungen tragen gerade Irrtümer und Missverständnisse (oft im Zusammenhang mit Alkohol) und mangelnde Kommunikation wesentlich dazu bei, dass die Schätzungen von im Sexualstrafrecht tätigen Polizeibeamten und Juristen bei 25% bis zu 75% falschen Anzeigen liegen!

Vorwurf zutreffend

Strafmilderung
Vermeidung einer Gerichtsverhandlung

Auch bei verhältnismäßig „niederschwelligen“ Sexualdelikten wie sexueller Belästigung drohen Vorstrafen und mehrjährige Eintragungen ins Führungszeugnis.

Die Übernahme von Verantwortung eigenen sexuellen Fehlverhaltens kann zu einer ganz erheblichen Strafmilderung führen. Eine frühe Verständigung (Deal) mit der Staatsanwaltschaft oder dem Gericht kann ein potentiell belastendes öffentliches Gerichtsverfahren für alle Beteiligten deutlich abkürzen und in vielen Fällen auch ganz vermieden werden.

Bei weniger schwerwiegenden Fällen kann eine Verurteilung im (schriftlichen) Strafbefehlsweg vereinbart werden, so dass man als Betroffener überhaupt nicht vor Gericht erscheinen muss. Bei milden Vorwürfen wie sexueller Belästigung kann bei ehrlicher Reue mit der Staatsanwaltschaft sogar eine Verfahrenseinstellung vereinbart werden – ohne Eintragung ins Führungszeugnis.

Erfolgreiche Verteidigung bei Sexualdelikten

Unbestimmtheit der Vorwürfe und moralische Vorverurteilung

Die Strafvorschrift der “sexuellen Belästigung” (§ 184i StGB) ist leider sehr vage und unbestimmt gehalten. Das gilt auch im Grenzbereich zur (schwereren) Vorschrift des „sexuellen Übergriffs“ (§ 177 Abs. 1 StGB), welcher von den Strafverfolgungsbehörden viel zu oft vorschnell unterstellt wird.

Seit der Gesetzesänderung im November 2016 besteht eine „lückenlose“ – man könnte auch sagen „willkürliche“ – Strafbarkeit jedweden denkbaren zu missbilligenden Sexualverhaltens. Der Preis dieser vermeintlichen Sicherheit ist hoch: Denn statt objektivierbarer Kriterien wird weitgehend in das subjektive Moralempfinden der Strafverfolgungsbehörden gestellt, wem sie glauben, was sie glauben und was sie für strafbar halten. Dies führt im Ergebnis dazu, dass letztlich nahezu jede Person für vermeintlich übergriffiges oder belästigendes Verhalten bestraft werden kann, wenn dieses aus Sicht der Strafverfolgungsbehörden als irgendwie missbilligenswert erscheint. Schwer verständlich ist zudem, warum im aktuellen Strafrecht das Angrapschen einer anderen Person im Regelfall deutlich härter bestraft werden kann als dieselbe Person am Körper brutal zu verletzen.

Entscheidungen in diesem Bereich fallen oft relativ willkürlich aus, was auch daran liegt, dass bislang relativ wenig obergerichtliche Entscheidungen verfügbar sind. Es ist sehr gefährlich, einem solchen Vorwurf als Beschuldigter oder Angeklagter ausgesetzt zu sein, da die Gefahr eines falschen oder sogar willkürlichen Urteils hier besonders hoch ist.

Zwar liegen die Beweisprobleme beim “sexuellen Übergriff” und der “sexuellen Belästigung” auf der Hand, insbesondere wenn es wie häufig Aussage gegen Aussage steht. Man wird ein Urteil kaum schon darauf stützten dürfen, wessen Geschichte „irgendwie plausibler“ ist. Schon deshalb sind die durch eine unsachliche Mediendebatte geschürten öffentlichen Erwartungen an eine höhere Verurteilungsquote naiv – und letztlich auch gefährlich. Gerade in solchen Fällen werden erfahrungsgemäß aber nicht wenige Gerichte entgegen dem Gesetz im Zweifel eher gegen den Angeklagten als für ihn entscheiden. Denn leider sind auch die Gerichte nicht immun gegen die in den letzten Jahren immer aggressiver und unsachlicher betriebene mediale und gesellschaftliche Vorverurteilung echter und vermeintlicher “Sextäter”.

Was viele nicht wissen: Es ist einem Gericht in objektiv zweifelhaft erscheinenden Fällen durchaus möglich, den Angeklagten dennoch zu verurteilen!

Fast immer steht es Aussage gegen Aussage

Tatzeugen gibt es bei Vorwürfen sexuellen Fehlverhaltens selten und meist auch keine Sachbeweise. Selbst wenn Spuren vorhanden sind, lassen sich diese regelmäßig mit beiden Versionen in Einklang bringen, wenn der Tatverdächtige behauptet, dass die Berührung einvernehmlich stattgefunden hat.

Man könnte also meinen, mit der bloßen Aussage gegen Aussage läge eine „Patt-Situation“ vor, wem soll man schließlich glauben. Einzig logische Konsequenz sollte eigentlich eine Verfahrenseinstellung oder Freispruch sein – schließlich fehlt das Maß an Sicherheit einen Schuldspruch fällen zu können.
Leider ist es Gerichten hierzulande aber nicht vorgeschrieben, unter welchen Voraussetzungen eine Tatsache für bewiesen oder nicht bewiesen gilt. Der Richter ist in der Beweiswürdigung und damit auch in der Bewertung von Aussagen völlig frei und muss selbst bei mehreren möglichen Schlussfolgerungen nicht die dem Angeklagten günstigste wählen.
Der Richter kann also aufgrund einer zweifelhaften Zeugenaussage verurteilen, 
obwohl Anschuldigungen gerade bei Sexualdelikten oftmals falsch sind. Dabei geht es nicht nur um bewusste Falschaussagen aus Motiven wie Rache, Eifersucht, Selbstschutz oder schlicht bösen Absichten, in sehr vielen Fällen sind Pseudoerinnerungen, Beeinflussung, psychische Erkrankung und Autosuggestion die Ursache für falsche Anschuldigungen.

Unser Erfolgskonzept

Rechtslage bei Belästigungsvorwürfen

Voraussetzung für die Strafbarkeit ist eine Körperberührung “in sexuell bestimmter Weise”. Als solche sieht man Körperkontakt an, welcher typischerweise eine bereits bestehende intime Beziehung voraussetzt: Anfassen des Genitalbereichs oder Befühlen des Pos, das Reiben von Genitalien am Körper eines anderen (Frottage), Begrapschen der weiblichen Brust.

Straflos sind damit Handlungen ohne Körperkontakt wie sexuelle Gesten oder rein verbale „Anmache“.

Straflos sind auch Berührungen, die üblicherweise außerhalb von Intimbeziehungen vorkommen: Kuss auf die Wange oder die Hand; Berührungen von Hand, Arm, Schulter, Bein. Straflos sind damit sozialübliche, aber erfolglose Annäherungsversuche – etwa, wenn eine Person mit dem Ziel „einverständlicher Sexualkontakt“ einer anderen den Arm um die Schulter legt, dann aber feststellen muss, dass das Interesse einseitig ist. Auch bloße Ärgernisse, Ungehörigkeiten oder Distanzlosigkeiten wie zum Beispiel der überschwängliche Kuss auf die Wange stellen keine strafwürdige Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung dar. 

Allerdings haben die Gerichte bei Grenzfällen letztlich sehr freie Hand: So zum Beispiel bei schnellen Küssen auf den Mund („Bussi“), nur flüchtigen Berührungen („Streifen“) der primären oder sekundären Geschlechtsmerkmale, unangemessen engen Umarmungen oder einem kurzen, aber festen Klaps auf den Po.

Das Opfer muss zudem durch die Körperberührung belästigt werden, also in seinem Empfinden “nicht unerheblich beeinträchtigt” werden. Leider wird hier kein objektiver Zustand, sondern ein rein subjektives Empfinden beschrieben.
Dies führt zu einem schier uferlosen Anwendungsbereich, da der Mensch sich letztlich durch jedes beliebige Verhalten belästigt fühlen kann. Einschränkend wird man daher sagen müssen, dass die Belästigung gerade durch die körperliche Berührung erfolgt und nicht durch mittelbare Folgen oder Reaktionen der Umwelt. Freilich ergeben sich hier im Einzelfall erhebliche Beweisschwierigkeiten.

Besonders wichtig: Dem Täter muss sowohl die sexuelle Bedeutung seines Verhaltens als auch die ernsthafte Möglichkeit einer Belästigung der anderen Person bewusst sein, ansonsten handelt er ohne Vorsatz und damit grundsätzlich straflos. Damit scheiden alle Handlungen aus, die der Beschuldigte in der irrigen Annahme tätigt, die andere Person werde sie als Kompliment oder Wertschätzung auffassen. Auch eine falsche Einschätzung einer Flirtsituation ist entsprechend straflos, zumindest solange das Verhalten des Tatverdächtigen aus objektiven Gesichtspunkten situationsbedingt nachvollziehbar ist. Dies gilt dann aber auch und gerade bei besonders „unsensiblen“ und/oder alkoholenthemmten Beschuldigten!

Leider droht in solchen Fällen aber stets eine individuell höchst unterschiedliche Rechtsanwendung je nach moralischem Empfinden der jeweiligen Staatsanwälte und Richter. Hier muss durch die Verteidigung stets vor Augen geführt werden, dass die Alltagssituationen gerade beim Feiern mit einer puritanischen Forderung nach strikter körperlicher Distanz, in der sexuelles Interesse ausschließlich verbal bekundet werden darf, nicht in Einklang zu bringen ist!

Entsprechend sind gerade auch die äußeren Umstände der konkreten Situation von großer Bedeutung. Wichtig ist in diesem Zusammenhang natürlich auch die Beziehung zwischen der tatverdächtigen Person und dem mutmaßlichen Opfer. Je mehr die Umstände der Situation aus objektiver Sicht eine Zustimmung naheliegend erscheinen lassen (nähere Bekanntschaft, vorheriger Flirt, ausgelassene Party), umso weniger konnte der Tatverdächtige bei lebensnaher Betrachtung von einer fehlenden Zustimmung ausgehen.

Gibt ein Beschuldigter glaubhaft an, er habe die Kommunikation missverstanden, kann er nicht bestraft werden. Dabei kommt es noch nicht einmal auf den Grund der Unkenntnis an und auch nicht ob dies vermeidbar war (Alkohol) oder sich dies auf moralisch “überzeugende” Grundlagen stützt (Ausländer). Denn eine Strafbarkeit für fahrlässiges Handeln sieht das Gesetz nicht vor.

Nicht alle Belästigungsvorwürfe betreffen Grenzfälle am Rande der Straflosigkeit. Beim Vorwurf „eindeutiger“ sexueller Berührungen gegen den Willen einer anderen Person besteht vielmehr die große Gefahr, dass die Staatsanwaltschaft den Fall nicht „nur“ als einfache sexuelle Belästigung verfolgt sehen will, sondern als „echtes“ Sexualdelikt – insbesondere als sexueller Übergriff (§ 177 StGB) mit einer Mindeststrafe von 6 Monaten Freiheitsstrafe!

Nach § 177 Abs. 2 Nr. 3 StGB wird als sexueller Übergriff bestraft, wenn der Täter beim Opfer ein „Überraschungsmoment“ zur Vornahme von „sexuellen Handlungen“ an der anderen Person ausnutzt. „Überraschendes“ Grapschen wird also deutlich härter als „einfach“ sexuelle Belästigung bestraft, jedenfalls dann wenn aus Sicht der Justiz das Grapschen eine „erhebliche“ sexuelle Handlung (§ 184h StGB) darstellt. Dies wird regelmäßig angenommen bei Berührungen im Intimbereich oder einem festen Griff an die weibliche Brust oder das Gesäß, insbesondere unterhalb der Kleidung!

Aber selbst bei an sich „unerheblichen“ sexuellen Berührungen kann das Gericht von einem “besonders schweren Fall” der sexuellen Belästigung ausgehen und gem. § 184i Abs. 2 StGB eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren verhängen. Eine schwere sexuelle Belästigung soll in der Regel insbesondere dann vorliegen, wenn die Belästigung von mehreren Tätern gemeinschaftlich begangen wird.

Bei diesen Vorschriften hatte der Gesetzgeber offenbar die scharfe Bestrafung stark übergriffiger Grapscher wie in der “Kölner Silvesternacht” zum Jahreswechsel 2015/2016 im Blick – soweit die Theorie. In der Praxis geht die Justiz oft weit über dieses Ziel hinaus – mit der schwerwiegenden Folge, dass auch gesellschaftlich mehrheitlich als „normal“ oder als „Spaß“ angesehene Verhaltensweisen das Risiko sehr empfindlicher Strafen in sich bergen.

Denn das Problem: Wie „fest“ und „lange“ eine (etwaige) Belästigung abgelaufen ist, wird meist alleine auf Grundlage der Aussage des (vermeintlichen) Opfers bestimmt – nicht selten im Rahmen von suggestiver und tendenziöser Befragung durch die Polizei oder Justiz!

Daher sind auch zunächst „harmlos“ erscheinende Belästigungsvorwürfe stets sehr ernst zu nehmen.

Eine strafbare exhibitionistische Handlung liegt vor, wenn der (männliche) Täter gezielt die Aufmerksamkeit auf sein Glied als Sexualorgan lenkt. Entscheidend ist hier vor allem das äußere Erscheinungsbild und der konkrete soziale Kontext: insbesondere ob aus Sicht eines objektiven Beobachters ein anderer, strafloser Grund für die Entblößung nachvollziehbar ist oder nicht.

Kein Exhibitionismus liegt damit vor beim Urinieren, beim nackten Sonnenbaden, beim Nacktbaden oder beim Besuch einer Sauna. Auch „Flitzer“ bei öffentlichen Veranstaltungen, welche sich entblößen um zu provozieren, begehen nach der überwiegenden Auffassung in der Fachliteratur und in der Rechtsprechung keine exhibitionistische Handlung. Denn in allen diesen Fällen ist eine sexuelle Motivation nicht naheliegend.

Allerdings ist hier höchste Vorsicht geboten! Denn in der Praxis wird dem Verdächtigen regelmäßig zum Vorwurf gemacht, er habe das Urinieren, Sonnenbaden o. ä. lediglich als Vorwand genutzt, um eine exhibitionistische Handlung zu begehen. Entscheidend kommt es daher auch darauf an, ob der Tatverdächtige Aufmerksamkeit auf sich gelenkt hat oder situationsunangemessenen Blickkontakt gesucht hat.

Die Vornahme von sexuellen Handlungen in der Öffentlichkeit kann als Erregung öffentlichen Ärgernisses bestraft werden. Anders als bei der exhibitionistischen Handlung sind sämtliche hetero-, homo- und autosexuelle Handlungen von Personen jedweden Geschlechts erfasst, wenn nach dem äußeren Erscheinungsbild ein sexueller Bezug erkennbar ist.

Allerdings muss die sexuelle Handlung öffentlich vorgenommen werden. Ob “öffentliches” Handeln zu bejahen ist, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab:  insbesondere von der öffentlichen Zugänglichkeit des Ortes, an dem die Handlung stattfindet, aber auch von der Zahl der anwesenden Personen und deren soziale Zusammensetzung (Gruppe mit feststehenden Mitgliedern oder Zufallspublikum). Maßgeblich ist die Kombination all dieser Umstände im konkreten Einzelfall.

Beste Bewertung Fachanwalt für Strafrecht
Beste Anwälte für Strafrecht
Bester Strafverteidiger

Expertise, Beratung und Diskretion

Ob Expertise zu einem strafrechtlichem Thema, außergerichtliche Beratung oder profunde Zweitmeinung: Als spezialisierte Anwälte und Fachanwälte für Strafrecht sind wir Ihr Ansprechpartner in allen Bereichen des Strafrechts, insbesondere bei Wirtschafts-, Kapital-, und Sexualdelikten sowie Haftsachen (U-Haft) und den Rechtsmitteln der Berufung und Revision.

Beratung im Strafrecht
Beratung

Im Strafrecht ist schnelles Handeln erforderlich, daher bieten wir Rechtssuchenden jederzeit kurzfristige Termine (auch Abends) an.

Als hoch spezialisierte Kanzlei für Strafrecht sind wir bundesweit tätig, d.h. wir beraten und vertreten unsere Mandanten in allen strafrechtlichen Belangen in ganz Deutschland.

In eiligen Fällen ist auch eine erste Beratung per Telefon oder Email möglich, die aber erfahrungsgemäß eine persönliche Besprechung vor Ort nicht ersetzen kann. Es ist wichtig, so schnell wie möglich einen persönlichen und vertrauensvollen Kontakt zu seinem Anwalt aufzubauen.

In Notfällen (Verhaftung / Durchsuchung) stehen wir Ihnen rund um die Uhr zur Verfügung.

089/ 89 08 44 89

100 % Diskretion: Wir behandeln alle Anfragen und Mandate vertrauensvoll und höchst diskret. Es gilt jedoch auch hier wie vor Gericht: Um einen Kampf gewinnen zu können, muss man alle Mittel und Wege zum Erfolg kennen und einsetzen. Gerade bei Fällen mit hohem öffentlichen Interesse ist eine Berichterstattung kaum zu vermeiden. In diesem Fall wissen wir unsere Medienpräsenz und weitreichende Erfahrung in öffentlichen Prozessen zielgerichtet zum Vorteil des Mandanten zu nutzen.

Anfragen für Freunde und Familie: Selbstverständlich wollen nahestehende Personen das Beste für den Betroffenen, der sich oft nicht selbst in der Lage sieht sich um die bestmögliche Verteidigung zu kümmern. Dies gilt insbesondere bei U-Haft, den eigenen Kindern und unschuldig in Not Geratenen, die oft zu lange auf einen guten Ausgang vertraut haben. Deshalb ist es auch Freunden, Partnern oder Familie jederzeit möglich einen Anwalt für den Betroffenen zu konsultieren oder ggf. auch nur eine Zweitmeinung einzuholen.

Kontaktieren Sie uns jederzeit unverbindlich

Spezialisierte Anwälte und Fachanwälte für Strafrecht

Rechtsanwalt Dr. Jesko Baumhöfener

Dr. Jesko Baumhöfener
in ständiger Kooperation

Rechtsanwalt Johannes Wittmann

RA Johannes Wittmann
in Bürogemeinschaft

Rechtsanwältin Julia Weinmann

RA’in Julia Weinmann
in Bürogemeinschaft

Gemeinsam mit unseren Mandanten entwerfen wir von Beginn an eine erfolgversprechende Strategie und wissen diese auch effektiv – zur Not auch konfrontativ und konfliktär – umzusetzen. Wichtig ist hierbei eine fundierte Analyse der Sach- und Rechtslage im konkreten Einzelfall.

Gerade im Strafrecht, wo es für den Mandanten um Viel geht – wenn nicht sogar um Alles –, ist es immanent wichtig einen erfahrenen und auf das Fachgebiet des Strafrechts spezialisierten Rechtsanwalt zu beauftragen. Denn nur so lassen sich verfahrensentscheidende Nachteile verhindern oder zumindest abschwächen und überdurchschnittlich gute Ergebnisse erzielen.

Als eine der bundesweit größten Kanzleien, die  ausschließlich im  Strafrecht tätig sind, bieten wir unseren Mandanten für jedes strafrechtliche Anliegen erfahrene Spezialisten. Dabei haben wir uns insbesondere auf die strafrechtliche Vertretung  im Ermittlungsverfahren sowie die Strafverteidigung vor Gericht spezialisiert.
Denn ähnlich wie in der Medizin, ist die Materie auch im Strafrecht so umfangreich, dass nur mit langjähriger Erfahrung und Expertise überdurchschnitliche Erfolge möglich sind.