Zenger 2018-03-03T16:20:17+00:00

Florian Zenger LL.M

Rechtsanwalt

Kanzlei Stevens und Kollegen

Rechtsanwalt Florian Zenger ist ehemaliger Staatsanwalt für Jugendschutz- und Sexualdelikte und Lehrbeauftragter für Medizinstrafrecht an der Ludwig- Maximilians Universität.

Zu seinen Schwerpunkten gehören die Sexualdelikte, insbesondere die Rechtsmittel gegen gerichtliche Entscheidungen wie Revision, Haft- und Verfassungsbeschwerde. Daneben ist er auf die sog. Jugendschutzdelikte (Straftaten gegen Kinder und Jugendliche) und  das Jugendstrafrecht (Straftaten von Jugendlichen und Heranwachsenden) sowie das Arzt- und Medizinstrafrecht spezialisiert.

Nähere Informationen in Kürze

Nähere Informationen in Kürze

Als Lehrbeauftragter der Ludwig Maximilians Universität (LMU) München für Medizinstrafrecht ist Rechtsanwalt Zenger darüber hinaus Spezialist für alle Straftaten die im Bereich des Gesundheitswesens verfolgt werden. Das Teilgebiet des Medizinstrafrechts hat sich erst in den letzten Jahren als eigenständiger Fachbereich in der Strafrechtswissenschaft etabliert und ist vor allem der konsequenten Verfolgung der im Bereich des Gesundheitswesens wachsenden Korruption und Abrechnungsbetrügereien geschuldet. Dabei betrifft dies mitnichten ausnahmslos Mediziner, sondern vor allem auch Apotheker und andere Leistungserbringer im Gesundheitswesen, wie etwa Krankenhausverwalter, Zahnärzte, Arzneimittelgroßhändler oder Angehörige von Pflegediensten. Noch selten, aber im Zuge der Abgabe und Verschreibung von Arzneimitteln immer häufiger zum Gegenstand von strafrechtlichen Ermittlungen, werden Vorwürfe wegen fahrlässiger Körperverletzung / fahrlässiger Tötung und Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz. Die Strafverteidigung in all diesen Fällen erfordert neben dem Blick auf disziplinarrechtliche, berufs- bzw. approbationsrechtliche und Regress-Verfahren, ein qualifiziertes und praktisch geübtes Handeln, um ein strafrechtliches Präjudiz möglichst abzuwenden oder zumindest abzumildern. Hierzu bedarf es neben praktischer Erfahrung im Umgang mit den Strafverfolgungsbehörden und der sehr diffizilen, oft überwiegend wirtschaftsrechtlichen Fragestellungen, vor allem eins: Der richtigen Taktik. Denn nicht selten liegen zwischen Verfahrenseinstellung, Wegbeschränkung einzelner Tatkomplexe und Anklageerhebung nur Nuancen, die mal Fingerspitzengefühl, mal kompromissloses Engagement nebst fundierter rechtswissenschaftlicher Expertise fordern, um drohende berufliche Konsequenzen – bis hin zur Existenzvernichtung des Mandanten suffizient abzuwenden.

Als ehemaliger Staatsanwalt u.a. für Jugend- und Jugendschutzdelikte bin ich neben meinem Tätigkeitsschwerpunkt der strafrechtlichen Revision primärer Ansprechpartner für alle Fälle des Jugend- und Heranwachsenden-Strafrechts. Anders als für Erwachsene gilt bei Jugendlichen zwischen 14 und 18, sowie in einschlägigen Fällen auch bei Heranwachsenden zwischen 18 und 21 Jahren ein besonderes Strafrecht. Ausgehend von der Überlegung, dass Jugendliche und Heranwachsende nicht das gleiche Unrechtsbewusstsein wie Erwachsene haben, sich oftmals noch in einer prägenden Lebensphase befinden und nicht selten noch gewisse Reifedefizite aufweisen, sollen hier nicht dieselben strengen Maßstäbe des „normalen“ Strafrechts gelten. Deshalb stellt das sog. Jugendgerichtsgesetz (JGG) ein eigenes Sanktionensystem und gesonderte Regeln für das Gerichtsverfahren und die Strafvollstreckung auf, was von Beginn einer effektiven Verteidigung an zu beachten ist und daher besondere Kenntnisse aber auch Erfahrung in diesem sensiblen Bereich erfordert. Schließlich haben Jugendliche ihr ganzes Leben noch vor sich, sodass oberstes Ziel sein muss, eine unnötige Kriminalisierung von „Jugendsünden“ zu vermeiden. Hierzu bietet das Jugendstrafrecht dem Strafverteidiger deutlich mehr Möglichkeiten als das Erwachsenenstrafrecht – allerdings muss man diese Chancen kennen und anwenden können. Profundes Wissen und reichlich Erfahrung im Umgang mit den Spezialgesetzen und Verfahren im Jugendstrafrecht sind zwingende Voraussetzung dafür. Mögliche Verteidigungs-Strategien eines auch sonst so erfahrenen Verteidigers im Erwachsenenstrafrecht sind hier selten zielführend und können sogar schnell kontraproduktiv sein gerade im Hinblick auf die mannigfaltigen Reaktionsmöglichkeiten eines Jugendstaatsanwaltes oder Jugendrichters wie z.B. das Absehen von Strafverfolgung bei Ersttätern bzw. leichten und mittelschweren Delikten um eine Eröffnung des richterlichen Strafprozesses zu umgehen (sog. Diversion).

Rechtsanwalt Florian Zenger schloss seine juristische Ausbildung in München an der Ludwig Maximilians Universität (LMU) als einer der Jahrgangsbesten mit dem großen Prädikat ab (12 Punkte), wobei er schon zu Zeiten seines Studiums den Fokus auf das Strafrecht mit Schwerpunkt Strafjustiz, Strafverteidigung und Prävention legte. Parallel dazu studierte er Politikwissenschaft (2004 bis 2008) an der Münchener Hochschule für Politik mit dem erfolgreichen Abschluss als Diplom-Politologe.

Von 2010 – 2015 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für die gesamten Strafrechtswissenschaften der LMU München wo er vor allem an wissenschaftlichen Publikationen und Forschungsprojekten im Strafrecht beteiligt war und umfangreiche Lehrtätigkeiten, vor allem im Strafprozessrecht und Medizinstrafrecht übernahm.

Ab 2014 war er dann als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft München II, Abteilungen: Jugend und Jugendschutz tätig, entschied sich aber nach reiflicher Überlegung vorzugsweise für eine juristische Lehrtätigkeit an der Universität, sodass er seit 2015 Lehrbeauftragter für Medizinstrafrecht an der LMU ist.

Im Jahr 2016 ließ er sich zudem als Rechtsanwalt zu und ist seither als Strafverteidiger und Revisionsspezialist tätig.

2017 schloss er ein strafrechtliches Zusatzstudium als Master of Laws (LL.M.) ab.

Aufgrund seines sehr engen Bezugs zur rechtswissenschaftlichen Forschung, ist Rechtsanwalt Zenger Ansprechpartner für alle komplexen und revisionsrechtlichen Fragen, deren theoretischen Kenntnisse vor allem bei gerichtlichen Streitfragen des materiellen Rechts, aber vor allem im Rahmen der Einlegung von Rechtsmitteln unabdingbar sind. Daneben ist er nicht zuletzt wegen seiner Tätigkeit als Staatsanwalt eines Spezialdezernates für Jugend und Jugendschutz auf das Bereich des Sexualstrafrechts und Jugendstrafrecht besonders spezialisiert.

Gerade weil Rechtsanwalt Zenger als ehemaliger Staatsanwalt um die Denkweise und Verfahrensabläufe in der Justiz bestens Bescheid weiß, kennt er den „Gegner“  wie kein anderer.