Kanzlei 2019-07-10T03:50:12+00:00

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Keine Angaben machen:
In den meisten Fällen wird man als Betroffener aus heiterem Himmel mit Vorwürfen konfrontiert, die bis dato nur die Polizei kennt. Nicht selten wird dieser Überraschungs- und Überrumpelungseffekt sogar bewusst ausgenutzt. Bei allen Äußerungen zu einem strafrechtlichen Vorwurf ist daher höchste Vorsicht geboten, denn als Beschuldigter kann man zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht wissen, was einem konkret zur Last gelegt wird, was die Ermittlungsbehörden tatsächlich wissen, welche echten oder vermeintlichen Beweise vorliegen, was etwaige Zeugen ausgesagt haben und was für Folgen damit letztlich im Raum stehen.

Besonders gefährlich: Die Polizei ist dazu verpflichtet, sämtliche Erkenntnisse zu protokollieren und an die Staatsanwaltschaft weiterzugeben, auch wenn sich dieses Wissen aus einem scheinbar netten „Smalltalk“ entwickelt hat. Dies ist sogar als Strategie sehr beliebt, denn bei solchen „Spontanäußerungen“ außerhalb einer förmlichen Vernehmung muss der Beschuldigte noch nicht einmal belehrt werden. Aber auch scheinbar harmlose Äußerungen in förmlichen Vernehmungen können sehr gefährlich sein: Denn meistens werden Aussagen nicht wörtlich mitprotokolliert sondern nur sinngemäß aufgeschrieben, was der Beamte vermeintlich verstanden hat – oder verstehen wollte. Außerdem kann die Polizei auch außerhalb des Vernehmungsprotokolls in einem sog. „Eindrucksvermerk“ vermeintlich verdächtige Beobachtungen über den Beschuldigten festhalten.
Als Beschuldigter sollte man daher jeglichen persönlichen / direkten Kontakt mit den Ermittlern vermeiden und dem Anwalt überlassen!

Anwalt kontaktieren:
Unmittelbar nach dem Bekanntwerden von polizeilichen Ermittlungen – aber unbedingt bevor man mit der Polizei oder anderen Behörden spricht (s.o.) – sollte man umgehend einen spezialisierten Anwalt kontaktieren!
Dieser kann den Beschuldigten von einem polizeilichen Erscheinen entschuldigen und zunächst Akteneinsicht bei der Staatsanwaltschaft nehmen, eh überhaupt irgendwelche Angaben zur Sache gemacht werden.

Nach erfolgter Akteneinsicht bespricht der Anwalt den Akteninhalt sowie alle möglichen Be- und Entlastungsmomente in tatsächlicher und rechtlicher Sicht. In diesem Zusammenhang hat der Beschuldigte auch die Möglichkeit, zusammen mit bzw. durch seinen Anwalt konkret zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen, weitere Beweiserhebungen zu beantragen und etwaige Widersprüche aufzudecken, die dann ggf. der Staatsanwaltschaft in einer sog. Verteidigerschrift mitgeteilt werden, mit dem regelmäßigen Ziel eine Einstellung des Strafverfahrens zu erwirken.

Wichtig: Man hat als Betroffener zu jedem Zeitpunkt das Recht einen selbst gewählten Anwalt beizuziehen. Hieraus dürfen dem Beschuldigten keine Nachteile entstehen oder angedroht werden!
Für den Beschuldigten sind die Polizisten  keine Freunde – so freundlich sie sich auch verhalten mögen. Oft wird versucht mit Sprüchen wie „Da brauchen Sie keinen AnwaltWenn Sie jetzt gestehen, passiert nichts Schlimmeswenn Sie Nichts zu verbergen haben, können Sie doch mit uns reden“ usw. den Beschuldigten davon abzuhalten, einen Anwalt zu beauftragen. Dabei entscheidet am Ende der Staatsanwalt, nicht die Polizei. Selbst wenn sie es wollten, könnten Polizisten keine Zusagen im Hinblick auf eine milde Strafe o.Ä. machen. Denn Absprachen dürfen nur Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidigung treffen.

Im Strafrecht sollte man daher die abgedroschene Phrase „Ich sage nichts ohne meinen Anwalt“ unter allen Umständen beherzigen!

Der Erhalt einer Anklageschrift bedeutet leider, dass sich das Ermittlungsverfahren bis dato nicht zu Gunsten des Betroffenen entwickelt hat: Schließlich erfolgt eine Anklage grundsätzlich nur dann, wenn die Staatsanwaltschaft hinreichend überzeugt ist, dass es in einem Gerichtsverfahren zu einer Verurteilung kommen wird und dabei die Schuld so schwer wiegt, dass nicht mit milderen Mitteln wie etwa einer Verfahrenseinstellung (z.B. gegen Geldauflage) oder einem schriftlichen Strafbefehl geahndet werden konnte.

Allerdings handelt es sich bei der Anklage um eine reine Prognoseentscheidung bei vorläufiger Sachverhaltsbewertung. Sie sagt nichts darüber aus wie gründlich gegen den Beschuldigten ermittelt wurde und ob es im Rahmen einer Gerichtsverhandlung tatsächlich dann auch zu einer Verurteilung oder dem von der Staatsanwaltschaft angestrebten Ergebnis kommen wird. So enden gut 20 % aller Anklagen gerade nicht mit einer Verurteilung und in vielen Fällen ändert sich auch die rechtliche Einschätzung (statt der angeklagten gefährlichen Körperverletzung nur eine abgeurteilte einfache Körperverletzung, anstatt sexuelle Nötigung nur Belästigung etc…)

Dementsprechend ist es auch nicht zu spät, das Ruder noch herumzureißen. Immerhin werden die Ermittlungen wegen der Arbeitsüberlastung der Justiz oftmals nur sehr oberflächlich und einseitig geführt, ohne hinreichend zu prüfen, ob die Tat überhaupt gerichtsfest nachweisbar ist, alle Beweismittel erschöpfend ausermittelt wurden oder der Sachverhalt entsprechend des angeklagten Gesetzesverstoßes überhaupt strafbar ist, von fehlenden Sachbeweisen oder widersprüchlichen Zeugenangaben ganz zu schweigen.

Nicht selten erwachsen aus dem zugrundeliegenden Fall divergente Rechtsprobleme, welche im Rahmen einer dem Fall angepassten erfolgsversprechenden Verteidigungsstrategie genutzt werden können. Als erfahrene Verteidiger wie auch aus eigener Erfahrung (einer unserer Anwälte ist ehemaliger Staatsanwalt) wissen wir sehr gut, dass sich Staatsanwälte gerade bei einem bislang unverteidigten Beschuldigten gerne auch „in die Anklage flüchten“, um komplexe rechtliche Fragen und inhaltliche Auseinandersetzungen dem Richter zu überlassen.

Auch aus prozessualer Sicht können sich hinlänglich oft juristische Probleme ergeben, die am Ende ein ganz anderes Ergebnis erwarten lassen. Daher bestehen trotz Anklageerhebung sogar noch diverse Möglichkeiten, ein (öffentliches) Gerichtsverfahren abzuwenden, sei es weil die Anklage seitens der Staatsanwaltschaft zurückgenommen oder das Verfahren seitens des Gerichts gar nicht erst eröffnet wird.

Ausführliche Informationen zur Anklage

Mit dem Strafbefehl werden Bagatellstraftaten und kleinere bis mittlere Kriminalität schnell und unkompliziert geahndet. So sparen sich nicht nur Gerichte und Staatsanwaltschaften ein aufwendiges Gerichtsverfahren, sondern auch der Beschuldigte.

Was viele allerdings unterschätzen: Der Strafbefehl ist keine Geldbuße, die man – ähnlich einem Strafzettel – einfach bezahlt und dann ist die Sache aus der Welt geschafft. Der Strafbefehl gleicht einer Verurteilung durch ein Strafgericht und ist in den rechtlichen Konsequenzen identisch (Eintrag Führungszeugnis / Bundeszentralregister, Vorstrafe etc).

Ob und inwiefern sich der Einspruch gegen einen Strafbefehl „lohnt“ erfordert allerdings eine qualifizierte Analyse der Akten durch einen Anwalt. Die Erfahrung in der Praxis zeigt, dass im Großteil aller Fälle das Ergebnis nach einem  Einspruch gegen einen Strafbefehl deutlich besser ist. Schon wegen der chronischen Überlastung der Strafjustiz sind Staatsanwaltschaft und Gericht nämlich häufig bereit, dem Angeklagten „entgegenzukommen“ sei es bei der Höhe der Strafe oder aber auch durch Verfahrenseinstellung, mit oder gar ohne (Geld)Auflage.

Wichtig: Wenn Sie einen Strafbefehl zugestellt bekommen, sollten Sie sich umgehend anwaltlich vertreten lassen. Denn man hat nur 2 Wochen Zeit (ab Zustellung im Briefkasten) Einspruch einzulegen. Dies sollte man im Zweifel auch tun, da man den Einspruch bis zur Gerichtsverhandlung folgenlos zurücknehmen, aber nach Ablauf der Zwei-Wochen-Frist nicht mehr nachholen kann.

Ausführliche Informationen zum Strafbefehlsverfahren

Hält die Justiz einen Beschuldigten für dringend verdächtig, eine schwerwiegende Straftat begangen zu haben, wird in vielen Fällen ein sog. Haftbefehl erlassen. Der Verdächtige erfährt hiervon allerdings meist erst bei seiner überraschenden Verhaftung. Im Regelfall kann man also gegen einen Haftbefehl erst vorgehen, wenn man bereits verhaftet wurde.

Der Schock einer überraschenden Verhaftung sitzt beim Beschuldigten, aber auch seinem privaten und beruflichen Umfeld erfahrungsgemäß tief. Dabei stellt sich jeder zweite Haftbefehl als unbegründet heraus!
Sehr oft fehlen Polizei und Staatsanwaltschaft nämlich eindeutige Beweise, sodass man durch die Verhaftung lediglich versucht Druck aufzubauen und den Beschuldigten angesichts der vermeintlich aussichtslosen Lage zu einem Geständnis zu motivieren. Dabei verlässt sich der Haftrichter beim Erlass eines Haftbefehls in der Regel auf die Ermittlungsergebnisse von Polizei und Staatsanwaltschaft ohne diese genauer zu überprüfen.

Noch weniger geprüft wird durch den Haftrichter, ob überhaupt ein sog. Haftgrund vorliegt. Denn gleich wie „verdächtig“ oder gar „schuldig“ jemand auch erscheinen mag, der Vollzug der Untersuchungshaft ist  nur möglich, wenn sich eine konkret im Einzelfall drohende Fluchtgefahr, Verdunkelungsgefahr oder Wiederholungsgefahr feststellen läßt. Gerade die in 90 % der Haftbefehle zugrundegelegte Fluchtgefahr wird meistens sehr vage und pauschal mit vermeintlich hoher Straferwartung begründet, obwohl diese Prognose auf keinen realistischen Tatsachenerhebungen beruht.
Gerade solche Haftbefehle erweisen sich regelmäßig als rechtswidrig. In den meisten Fällen werden überhaupt gar keine Tatsachen ermittelt, die für oder gegen einen Haftgrund sprechen.

Was viele nicht wissen: Die Beschwerdegerichte heben regelmäßig Haftbefehle auch deshalb auf, weil sie schlicht unverhältnismäßig sind oder mildere Mittel als der Vollzug der Untersuchungshaft nicht beachtet wurden (Kaution, Hinterlegung von Ausweispapieren, Meldeauflagen etc).

Deshalb ist es wichtig, sofort einen erfahrenen (und nicht etwa einen vom Gericht empfohlenen) Anwalt einzuschalten, der (mit den entsprechenden Kenntnissen) die Optionen einer Aufhebung oder zumindest Außervollzugsetzung des Haftbefehls prüft – nicht selten mit Erfolg!

Ganz wichtig dabei: Auch hier keine Aussage gegenüber Gericht oder Polizei machen! Gerade unter dem Druck einer drohenden Inhaftierung oder der Inaussichtstellung einer Außervollzugsetzung des Haftbefehls im Falle eines Geständnisses werden oft vorschnelle Angaben gemacht, die später nur schwer oder gar nicht mehr zu revidieren sind!

Ausführliche Informationen zu U-Haft / Haftbefehl

Im Falle einer Durchsuchung (regelmäßig beim Vorwurf von Kinderpornographie, unerlaubter Bildaufnahmen oder dem Vorwurf sexueller Belästigung / Missbrauchs) ist es wichtig ruhig zu bleiben. Sie sind nicht verpflichtet zu kooperieren. Verstecke oder Passwörter müssen und sollten Sie nicht preisgeben auch hier gilt der eherne Grundsatz, dass sich niemand selbst einer Straftat belasten muss und entsprechend auch nicht an seiner eigenen Überführung mitwirken sollte.

Natürlich gilt auch hier: Keine Aussage machen! Nur das Nötigste mit den Beamten während der Durchsuchung sprechen.’Guten Tag‘ und ‚Auf Wiedersehen‘ dürften dabei völlig reichen. Jedenfalls Nichts zum Tatvorwurf angeben! Dem Beschuldigten wird wichtig sein, möglichst schnell an sichergestellte Computer, Handys und andere Datenträger zu kommen. Dies ist mit anwaltlicher Unterstützung bei unbelastetem Material vorzeitig möglich. Auch ein rechtliches Vorgehen gegen die Durchsuchung ist mit Hilfe eines spezialisierten Anwalts jederzeit möglich.

Strafverfahren stellen für den Betroffenen in der Regel eine große Belastung dar. Nicht selten ist das Verfahren auch mit einscheidenden beruflichen und privaten Konsequenzen verbunden.

Aus diesem Grund empfiehlt es sich sobald wie möglich spezialisierten anwaltlichen Rat einzuholen, um verfahrensentscheidende Nachteile zu verhindern!

Gleichzeitig sind aber Vertrauen, Kompetenz und der persönliche Eindruck nach unserer Erfahrung essentielle Kriterien für die Wahl eine Anwalts – ähnlich wie beim Arzt. Aus diesem Grund bieten wir Ihnen gerne ein unverbindliches persönliches Gespräch mit einem unserer spezialisierten Anwälte an, zu den rechtlichen Optionen, Vertiedigungsmöglichkeiten und etwaigen Kosten im Falle einer Beauftragung.

Kontaktieren Sie uns hierzu jederzeit per Mail über anwalt@verteidigung-strafrecht.de oder telefonisch unter 089 / 89 08 44 89

In Notfällen erreichen Sie uns unter Tel. 0151 / 21 33 33 34

Weitere Informationen

Wenn es um grundlegende Entscheidungen geht, will man nicht selten einen zweiten fachlichen Rat. So wird etwa die Entscheidung eines ärztlichen Eingriffs je nach Risiko und Intensität immer häufiger von der Zweitmeinung eines weiteren Mediziners abhängig gemacht. Da im Strafrecht vergleichsweise viel, wenn nicht sogar in manchen Fällen Alles auf dem Spiel steht, bieten wir Rechtssuchenden eine unabhängige Einschätzung und Expertise an, ohne gleich einen zweiten Anwalt zu beauftragen oder gar den Anwalt zu wechseln.

Denn wenngleich auch ein Anwaltswechsel im Strafrecht jederzeit und in jedem Verfahrensstadium einfach und unproblematisch möglich ist, will ein solcher Schritt gut überlegt sein. Umgekehrt kann eine bestätigende Zweitmeinung auch den entscheidenden Ausschlag für das jeweilige weitere Vorgehen geben. Gerade wenn es um Fragen der Verteidigungslinie (Geständnis- Freispruch- Konflikt oder Teamverteidigung) oder um das Einlegen von Rechtsmitteln geht, macht eine neutrale Zweiteinschätzung durchaus Sinn.

Sprechen Sie uns im Bedarfsfalle jederzeit an. Dabei können Sie sich selbstverständlich auch vertrauensvoll an uns wenden. Im Rahmen unserer anwaltlichen Verschwiegenheit sind wir auch bereits beauftragten Anwaltskollegen gegenüber zum absoluten Stillschweigen verpflichtet.

Dabei ist es selbstverständlich auch ohne Beauftragung oder vor einer etwaigen Mandatierung jederzeit möglich, ein ausführliches anwaltliches Beratungsgespräch bei uns in Anspruch zu nehmen. Kontaktieren Sie uns hierzu jederzeit per Mail an anwalt@verteidigung-strafrecht.de oder telefonisch unter 089 / 89 08 44 89 In Notfällen erreichen Sie uns unter Tel. 0151 / 21 33 33 34

Eine wirksame Verteidigung ist nur möglich, wenn man die einem zur Last gelegten Umstände kennt. Deshalb ist es auch fatal sich ohne Kenntnis des Ermittlungstands zu etwaigen Anschuldigungen oder Vorwürfen zu äußern, auch und gerade dann nicht, wenn man sich keines Fehlverhaltens bewusst ist!

Erst die genaue Information über die Vorwürfe, wegen der gegen einen ermittelt wird, ermöglichen die Vorbereitung einer sach- und zielgerechten Verteidigung – je frühzeitiger desto besser. Denn sämtliche Ergebnisse von Strafermittlungen werden schriftlich in der Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft geführt. Im Falle einer Anklage zu Gericht werden die in der Akte enthaltenen Informationen zur alleinigen Grundlage des gerichtlichen Verfahrens.

Das Recht auf vollständige Akteneinsicht steht allerdings nur dem verteidigenden Rechtsanwalt zu. Zur suffizienten und erfolgreichen Verteidigung sollte daher möglichst frühzeitig Einsicht in die Akten genommen werden, um einerseits die Verteidigung optimal vorzubereiten und die Vorwürfe rechtlich prüfen zu können, aber auch um in geeigneten Fällen durch eine frühe Stellungnahme die Tatvorwürfe zu entkräften, beispielsweise auch durch Beantragung von Zeugen, Sachbeweisen oder Sachverständigengutachten. In vielen Fällen können die Tatvorwürfe bereits im vorgerichtlichen staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsverfahren soweit entkräftet werden, dass das Verfahren eingestellt oder eine außergerichtliche Beilegung der Vorwürfe vereinbart wird.

Welche Strategie im Einzelfall die richtige ist, kann erst nach Durchsicht der Ermittlungsakte bestimmt werden und muss stets der Aktenlage angepasst sein! Aufgrund der Vorteile frühzeitiger Akteneinsicht ist es daher sinnvoll, sofort nach Kenntnis von einem Ermittlungsverfahren möglichst zeitnah einen Strafverteidiger zu beauftragen.

Ausführliche Informationen zur Akteneinsicht

Das Rechtsmittel der Berufung ist nur gegen Urteile des Amtsgerichts, also gegen Urteile des Strafrichters oder des Schöffengerichts möglich. Dagegen ist gegen ein Urteil des Landgerichts ausschließlich die Revision möglich.

Da Amtsgerichte die Masse der angeklagten Fälle aburteilen und daher besonders viele Fälle bearbeiten müssen, sind Urteile des Amtsgerichts oft sehr oberflächlich und nicht selten rechtsfehlerhaft. Vermutlich deshalb hat der Gesetzgeber eine weitere, vollwertige Gerichtsinstanz geschaffen:

Das Landgericht als Berufungsgericht ist an das Urteil des Amtsgerichts nicht gebunden und kann ganz anders entscheiden. So kann der Prozess also noch einmal komplett neu aufgerollt und die Ausgangslage manchmal sogar völlig verändert werden: Neue Beweise können erhoben, neue und alte Zeugen (nochmals) genauestens befragt, (neue) Gutachten eingeführt, eine Verständigung (sog. Deal) mit Staatsanwaltschaft und Gericht getroffen und selbstverständlich auch die rechtliche Lage neu bewertet werden. Umgekehrt kann auch eine geständige Strafmaßverteidigung zielführend sein, die oft mit einem sog. Täter-Opfer-Ausgleich einhergeht und regelmäßig zu einem deutlich milderen Urteil in der Berufungsinstanz führt.

In der Berufung kann damit die Verteidigung völlig neu gestaltet und der Anklagevorwurf nochmals unter einem anderen Vorzeichen verhandelt werden.

Wichtig: Die Frist zur Einlegung der Berufung ist ausgesprochen kurz. Vom Tag der mündlichen Verkündung des Urteils (gegen das man vorgehen möchte) hat man nur 1 Woche Zeit, schriftlich (oder zu Protokoll der Geschäftsstelle) Berufung einzulegen. Erging das Urteil also an einem Montag, ist die Berufung spätestens am nächsten Montag einzulegen.
Dies sollte man im Zweifel auch tun, denn zum einen ist eine Begründung der Berufung nicht notwendig, zum anderen hemmt  das Einlegen der Berufung die Rechtskraft des ersten Urteils, d.h. eine verhängte Geldstrafe oder Freiheitsstrafe kann vorerst nicht vollstreckt werden. Auch wird bis zum Abschluss der Berufung keine Eintragung ins Führungszeugnis vorgenommen – man gilt weiterhin als unschuldig.

Weitere Informationen zur Berufung

Die Revision ist das letzte – und bei Urteilen des Landgerichts sogar das einzige – Rechtsmittel, mit welchem gegen eine Verurteilung vorgegangen werden kann.

Was viele leider nicht wissen: Die Revision ist ein rein formales Verfahren im Rahmen dessen lediglich überprüft wird ob das Urteil der Vorinstanz (Landgerichts) rechtlich richtig ist. Es geht also um rein juristische Rechtsfragen und nicht etwa wie bei der Berufung (s.o.) um eine neue Bewertung von Zeugenaussagen oder anderer Beweise. Entsprechend wird in der Revision der Prozess der Vorinstanz nicht nochmal komplett aufgerollt, sondern nur am Schreibtisch des Gerichts das vorinstanzliche Urteil auf Verfahrens- oder Rechtsanwendungsfehler geprüft.

Der Revisionsanwalt muss also insbesondere in der Lage sein, reine Rechtsfehler eines Gerichts zu erkennen, was wiederum sehr profunde Rechtskenntnisse, nicht selten sogar wissenschaftliche Expertise erfordert.

Darüber hinaus werden aber seitens der Revisionsgerichte zudem extrem hohe Anforderungen an die rechtliche Begründung einer Revision gestellt, sodass bereits kleinste Fehler des Revisionsanwalts zur Unzulässigkeit und damit zur Bestandskraft des angegriffenen Urteils führen. Deshalb gilt die Revision als das schwierigste Rechtsgebiet im Strafrecht.

Für den Mandanten stellt die Revision daher ein sehr hohes Risiko dar, denn nicht nur muss sein Anwalt – wie oben gezeigt – in der Lage sein, Fehler in einem Urteil zu erkennen, er muss sie auch noch korrekt rügen können, was angesichts der exponentiell übersteigerten Anforderungen der Revisionsgerichte zu einem regelrechten Spießrutenlauf geworden ist.

Ohne jahrelange Erfahrung und vor allem wissenschaftlichem Knowhow ist eine erfolgreiche Revision heutzutage kaum mehr möglich, was auch die erschreckend geringe Erfolgsstatistik von 3 – 10 % belegt.

im Revisionsrecht sind die Fristen ausgesprochen kurz! So muss binnen einer Woche nach Urteilsverkündung bereits Revision eingelegt werden. Das bedeutet, vom Tag der mündlichen Verkündung des Urteils (gegen das man vorgehen möchte) hat man nur 1 Woche Zeit, schriftlich (oder zu Protokoll der Geschäftsstelle) Revision einzulegen – Wurde das Urteil also an einem Montag verkündet, endet die Frist mit Ablauf des nächsten Montags.

Darüber hinaus muss – anders als bei der Berufung – die Revision schriftlich begründet werden. Der Revisionsanwalt muss insbesondere dargelegt, aufgrund welcher konkreter Rechtsfehler das Urteil angefochten wird. Diese Begründungsfrist beträgt lediglich 1 Monat nach Zustellung der schriftlichen Urteilsgründe. Da diese Frist unter keinen Umständen verlängert werden kann (sog. Notfrist), ist die Zeit in derer das gesamte Urteil und das Protokoll der Hauptverhandlung vom Anwalt überprüft werden müssen extrem knapp und erfordert schon allein deshalb kontemporäre Expertise und Erfahrung im Revisionsrecht.

Weitere Informationen zur Revision

Kernpunkt unserer Erfolgsstrategie – sowohl in der Strafverteidigung, als auch bei den Rechtsmitteln – ist unsere extrem enge Spezialisierung. Nicht nur sind wir ausschließlich auf das Strafrecht spezialisiert, jeder unserer Anwälte konzentriert sich darüber hinaus auf einzelne Teilbereiche des Strafrechts mit zentralen Schlüsselqualifikationen: So arbeiten in unserer Kanzlei neben Fachanwälten für Strafrecht und einem ehemaligen Staatsanwalt, vor allem in der Wissenschaft tätige Anwälte (u.a. deutsche Richterakademie), um gerade für die komplexen Spezialgebiete des Strafrechts optimal aufgestellt zu sein.

Dabei hat es sich unsere Kanzlei zur Aufgabe gemacht, sich unter keinen Umständen staatlichem Handeln unterzuordnen, sondern zu kämpfen, wenn nötig mit allen hierfür zur Verfügung stehenden strafprozessualen Mitteln: Denn in keinem anderen Rechtsgebiet hat ein Richter so viele Freiheiten und Ermessensspielräume wie im Strafrecht, hält man sich allein die weit gefassten Rechtsfolgen und Strafrahmen vor Augen, die das Strafverfahren vorsieht: von einer Verfahrens-Einstellung mit oder ohne Geldauflage, bis hin zu Freiheitsstrafen von wenigen Monaten bis zu vielen Jahren – mit oder ohne Bewährung;
Dass dann bei der Rechtsfindung große Freiräume bestehen, ist unbestritten – Mit unserer Erfahrung und Qualifikation sowie konfrontativen Prozessanwälten nebstehemaligem Staatsanwalt, erzielen wir regelmäßig überdurchschnittliche Ergebnisse.

Weitere Informationen zu unserem Erfolgskonzept

Wenn Sie sich für eine Vertretung durch unsere Kanzlei entscheiden wollen, können Sie uns jederzeit beauftragen. Kontaktieren sie uns hierzu per Mail anwalt@verteidigung-strafrecht.de oder Telefon  089 / 89 08 44 89.

Gerne beantworten wir Ihnen auch vorab etwaige Fragen zu den rechtlichen Optionen und Kosten einer Beauftragung.

Selbstverständlich bieten wir Ihnen auch jederzeit eine persönliche Erstberatung in unserer Kanzlei an, z.B. weil Sie nur eine Rechtsfrage haben, eine Zweitmeinung einholen möchten oder aber uns vor einer Beauftragung persönlich kennenlernen wollen.

In dringenden Fällen (z.B. Verhaftung / Durchsuchung) sind wir rund um die Uhr für Sie erreichbar, außerhalb der Geschäftszeiten am besten per Mail (Sie erhalten dann umgehend einen Rückruf von einem unserer Anwälte) oder unter unserer Notfallnummer 0151 / 21 33 33 34

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Weitere Hilfe-Themen

BERATUNG

Viele Angelegenheiten lassen sich – auch im Strafrecht – außergerichtlich klären. Oft besteht bloßer Informations- oder Erklärungsbedarf oder es stellt sich die Frage nach dem weiteren Vorgehen wenn noch nicht ermittelt wird. Womöglich ist zunächst nur eine profunde Zweitmeinung gefragt

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STRAFVERTEIDIGUNG

Nirgends tritt der Staat dem Bürger mit solcher Übermacht entgegen wie im Strafrecht: Ob Durchsuchung oder U-Haft, bis hin zum existenziellen Problem vorbestraft zu sein. Um so wichtiger ist es alle Möglichkeiten auszuschöpfen, denn der Ausgang eines Strafverfahrens ist offen

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BERATUNG IM STRAFRECHT

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BERUFUNG + REVISION

Was in der Medizin selbstverständlich ist, gilt ebenso im Strafrecht: Auch hier ist die Materie so komplex, dass es hoch qualifizierter Experten bedarf.
Dies gilt umso mehr bei den komplexen Rechtsmitteln gegen strafgerichtliche Entscheidungen wie etwa Berufung oder Revision

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Erfolg im Strafrecht steht und fällt mit der Wahl des richtigen Anwalts

Strafverfahren stellen für den Betroffenen in der Regel eine große Belastung dar. Nicht selten ist das Verfahren auch mit einscheidenden beruflichen und privaten Konsequenzen verbunden.

Aus diesem Grund empfiehlt es sich sobald wie möglich spezialisierten anwaltlichen Rat einzuholen, um verfahrensentscheidende Nachteile zu verhindern!

Gleichzeitig sind aber Vertrauen, Kompetenz und der persönliche Eindruck nach unserer Erfahrung essentielle Kriterien für die Wahl eine Anwalts – ähnlich wie beim Arzt. Aus diesem Grund bieten wir Ihnen gerne ein unverbindliches persönliches Gespräch mit einem unserer spezialisierten Anwälte an, zu den rechtlichen Optionen, Vertiedigungsmöglichkeiten und etwaigen Kosten im Falle einer Beauftragung.

Kontaktieren Sie uns hierzu jederzeit per Mail über anwalt@verteidigung-strafrecht.de oder telefonisch unter 089 / 89 08 44 89

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Wenn es um grundlegende Entscheidungen geht, will man nicht selten einen zweiten fachlichen Rat. So wird etwa die Entscheidung eines ärztlichen Eingriffs je nach Risiko und Intensität immer häufiger von der Zweitmeinung eines weiteren Mediziners abhängig gemacht. Da im Strafrecht vergleichsweise viel, wenn nicht sogar in manchen Fällen Alles auf dem Spiel steht, bieten wir Rechtssuchenden eine unabhängige Einschätzung und Expertise an, ohne gleich einen zweiten Anwalt zu beauftragen oder gar den Anwalt zu wechseln.

Denn wenngleich auch ein Anwaltswechsel im Strafrecht jederzeit und in jedem Verfahrensstadium einfach und unproblematisch möglich ist, will ein solcher Schritt gut überlegt sein. Umgekehrt kann eine bestätigende Zweitmeinung auch den entscheidenden Ausschlag für das jeweilige weitere Vorgehen geben. Gerade wenn es um Fragen der Verteidigungslinie (Geständnis- Freispruch- Konflikt oder Teamverteidigung) oder um das Einlegen von Rechtsmitteln geht, macht eine neutrale Zweiteinschätzung durchaus Sinn.

Sprechen Sie uns im Bedarfsfalle jederzeit an. Dabei können Sie sich selbstverständlich auch vertrauensvoll an uns wenden. Im Rahmen unserer anwaltlichen Verschwiegenheit sind wir auch bereits beauftragten Anwaltskollegen gegenüber zum absoluten Stillschweigen verpflichtet.

Dabei ist es selbstverständlich auch ohne Beauftragung oder vor einer etwaigen Mandatierung jederzeit möglich, ein ausführliches anwaltliches Beratungsgespräch bei uns in Anspruch zu nehmen. Kontaktieren Sie uns hierzu jederzeit per Mail an anwalt@verteidigung-strafrecht.de oder telefonisch unter 089 / 89 08 44 89 In Notfällen erreichen Sie uns unter Tel. 0151 / 21 33 33 34

Eine wirksame Verteidigung ist nur möglich, wenn man die einem zur Last gelegten Umstände kennt. Deshalb ist es auch fatal sich ohne Kenntnis des Ermittlungstands zu etwaigen Anschuldigungen oder Vorwürfen zu äußern, auch und gerade dann nicht, wenn man sich keines Fehlverhaltens bewusst ist!

Erst die genaue Information über die Vorwürfe, wegen der gegen einen ermittelt wird, ermöglichen die Vorbereitung einer sach- und zielgerechten Verteidigung – je frühzeitiger desto besser. Denn sämtliche Ergebnisse von Strafermittlungen werden schriftlich in der Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft geführt. Im Falle einer Anklage zu Gericht werden die in der Akte enthaltenen Informationen zur alleinigen Grundlage des gerichtlichen Verfahrens.

Das Recht auf vollständige Akteneinsicht steht allerdings nur dem verteidigenden Rechtsanwalt zu. Zur suffizienten und erfolgreichen Verteidigung sollte daher möglichst frühzeitig Einsicht in die Akten genommen werden, um einerseits die Verteidigung optimal vorzubereiten und die Vorwürfe rechtlich prüfen zu können, aber auch um in geeigneten Fällen durch eine frühe Stellungnahme die Tatvorwürfe zu entkräften, beispielsweise auch durch Beantragung von Zeugen, Sachbeweisen oder Sachverständigengutachten. In vielen Fällen können die Tatvorwürfe bereits im vorgerichtlichen staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsverfahren soweit entkräftet werden, dass das Verfahren eingestellt oder eine außergerichtliche Beilegung der Vorwürfe vereinbart wird.

Welche Strategie im Einzelfall die richtige ist, kann erst nach Durchsicht der Ermittlungsakte bestimmt werden und muss stets der Aktenlage angepasst sein! Aufgrund der Vorteile frühzeitiger Akteneinsicht ist es daher sinnvoll, sofort nach Kenntnis von einem Ermittlungsverfahren möglichst zeitnah einen Strafverteidiger zu beauftragen.

Ausführliche Informationen zur Akteneinsicht

Wenn Sie sich für eine Vertretung durch unsere Kanzlei entscheiden wollen, können Sie uns jederzeit beauftragen. Kontaktieren sie uns hierzu per Mail anwalt@verteidigung-strafrecht.de oder Telefon  089 / 89 08 44 89.

Gerne beantworten wir Ihnen auch vorab etwaige Fragen zu den rechtlichen Optionen und Kosten einer Beauftragung.

Selbstverständlich bieten wir Ihnen auch jederzeit eine persönliche Erstberatung in unserer Kanzlei an, z.B. weil Sie nur eine Rechtsfrage haben, eine Zweitmeinung einholen möchten oder aber uns vor einer Beauftragung persönlich kennenlernen wollen.

In dringenden Fällen (z.B. Verhaftung / Durchsuchung) sind wir rund um die Uhr für Sie erreichbar, außerhalb der Geschäftszeiten am besten per Mail (Sie erhalten dann umgehend einen Rückruf von einem unserer Anwälte) oder unter unserer Notfallnummer 0151 / 21 33 33 34

Download Vollmacht

Der Erhalt einer Anklageschrift bedeutet leider, dass sich das Ermittlungsverfahren bis dato nicht zu Gunsten des Betroffenen entwickelt hat: Schließlich erfolgt eine Anklage grundsätzlich nur dann, wenn die Staatsanwaltschaft hinreichend überzeugt ist, dass es in einem Gerichtsverfahren zu einer Verurteilung kommen wird und dabei die Schuld so schwer wiegt, dass nicht mit milderen Mitteln wie etwa einer Verfahrenseinstellung (z.B. gegen Geldauflage) oder einem schriftlichen Strafbefehl geahndet werden konnte.

Allerdings handelt es sich bei der Anklage um eine reine Prognoseentscheidung bei vorläufiger Sachverhaltsbewertung. Sie sagt nichts darüber aus wie gründlich gegen den Beschuldigten ermittelt wurde und ob es im Rahmen einer Gerichtsverhandlung tatsächlich dann auch zu einer Verurteilung oder dem von der Staatsanwaltschaft angestrebten Ergebnis kommen wird. So enden gut 20 % aller Anklagen gerade nicht mit einer Verurteilung und in vielen Fällen ändert sich auch die rechtliche Einschätzung (statt der angeklagten gefährlichen Körperverletzung nur eine abgeurteilte einfache Körperverletzung, anstatt sexuelle Nötigung nur Belästigung etc…)

Dementsprechend ist es auch nicht zu spät, das Ruder noch herumzureißen. Immerhin werden die Ermittlungen wegen der Arbeitsüberlastung der Justiz oftmals nur sehr oberflächlich und einseitig geführt, ohne hinreichend zu prüfen, ob die Tat überhaupt gerichtsfest nachweisbar ist, alle Beweismittel erschöpfend ausermittelt wurden oder der Sachverhalt entsprechend des angeklagten Gesetzesverstoßes überhaupt strafbar ist, von fehlenden Sachbeweisen oder widersprüchlichen Zeugenangaben ganz zu schweigen.

Nicht selten erwachsen aus dem zugrundeliegenden Fall divergente Rechtsprobleme, welche im Rahmen einer dem Fall angepassten erfolgsversprechenden Verteidigungsstrategie genutzt werden können. Als erfahrene Verteidiger wie auch aus eigener Erfahrung (einer unserer Anwälte ist ehemaliger Staatsanwalt) wissen wir sehr gut, dass sich Staatsanwälte gerade bei einem bislang unverteidigten Beschuldigten gerne auch „in die Anklage flüchten“, um komplexe rechtliche Fragen und inhaltliche Auseinandersetzungen dem Richter zu überlassen.

Auch aus prozessualer Sicht können sich hinlänglich oft juristische Probleme ergeben, die am Ende ein ganz anderes Ergebnis erwarten lassen. Daher bestehen trotz Anklageerhebung sogar noch diverse Möglichkeiten, ein (öffentliches) Gerichtsverfahren abzuwenden, sei es weil die Anklage seitens der Staatsanwaltschaft zurückgenommen oder das Verfahren seitens des Gerichts gar nicht erst eröffnet wird.

Ausführliche Informationen zur Anklage

Mit dem Strafbefehl werden Bagatellstraftaten und kleinere bis mittlere Kriminalität schnell und unkompliziert geahndet. So sparen sich nicht nur Gerichte und Staatsanwaltschaften ein aufwendiges Gerichtsverfahren, sondern auch der Beschuldigte.

Was viele allerdings unterschätzen: Der Strafbefehl ist keine Geldbuße, die man – ähnlich einem Strafzettel – einfach bezahlt und dann ist die Sache aus der Welt geschafft. Der Strafbefehl gleicht einer Verurteilung durch ein Strafgericht und ist in den rechtlichen Konsequenzen identisch (Eintrag Führungszeugnis / Bundeszentralregister, Vorstrafe etc).

Ob und inwiefern sich der Einspruch gegen einen Strafbefehl „lohnt“ erfordert allerdings eine qualifizierte Analyse der Akten durch einen Anwalt. Die Erfahrung in der Praxis zeigt, dass im Großteil aller Fälle das Ergebnis nach einem  Einspruch gegen einen Strafbefehl deutlich besser ist. Schon wegen der chronischen Überlastung der Strafjustiz sind Staatsanwaltschaft und Gericht nämlich häufig bereit, dem Angeklagten „entgegenzukommen“ sei es bei der Höhe der Strafe oder aber auch durch Verfahrenseinstellung, mit oder gar ohne (Geld)Auflage.

Wichtig: Wenn Sie einen Strafbefehl zugestellt bekommen, sollten Sie sich umgehend anwaltlich vertreten lassen. Denn man hat nur 2 Wochen Zeit (ab Zustellung im Briefkasten) Einspruch einzulegen. Dies sollte man im Zweifel auch tun, da man den Einspruch bis zur Gerichtsverhandlung folgenlos zurücknehmen, aber nach Ablauf der Zwei-Wochen-Frist nicht mehr nachholen kann.

Ausführliche Informationen zum Strafbefehlsverfahren

Hält die Justiz einen Beschuldigten für dringend verdächtig, eine schwerwiegende Straftat begangen zu haben, wird in vielen Fällen ein sog. Haftbefehl erlassen. Der Verdächtige erfährt hiervon allerdings meist erst bei seiner überraschenden Verhaftung. Im Regelfall kann man also gegen einen Haftbefehl erst vorgehen, wenn man bereits verhaftet wurde.

Der Schock einer überraschenden Verhaftung sitzt beim Beschuldigten, aber auch seinem privaten und beruflichen Umfeld erfahrungsgemäß tief. Dabei stellt sich jeder zweite Haftbefehl als unbegründet heraus!
Sehr oft fehlen Polizei und Staatsanwaltschaft nämlich eindeutige Beweise, sodass man durch die Verhaftung lediglich versucht Druck aufzubauen und den Beschuldigten angesichts der vermeintlich aussichtslosen Lage zu einem Geständnis zu motivieren. Dabei verlässt sich der Haftrichter beim Erlass eines Haftbefehls in der Regel auf die Ermittlungsergebnisse von Polizei und Staatsanwaltschaft ohne diese genauer zu überprüfen.

Noch weniger geprüft wird durch den Haftrichter, ob überhaupt ein sog. Haftgrund vorliegt. Denn gleich wie „verdächtig“ oder gar „schuldig“ jemand auch erscheinen mag, der Vollzug der Untersuchungshaft ist  nur möglich, wenn sich eine konkret im Einzelfall drohende Fluchtgefahr, Verdunkelungsgefahr oder Wiederholungsgefahr feststellen läßt. Gerade die in 90 % der Haftbefehle zugrundegelegte Fluchtgefahr wird meistens sehr vage und pauschal mit vermeintlich hoher Straferwartung begründet, obwohl diese Prognose auf keinen realistischen Tatsachenerhebungen beruht.
Gerade solche Haftbefehle erweisen sich regelmäßig als rechtswidrig. In den meisten Fällen werden überhaupt gar keine Tatsachen ermittelt, die für oder gegen einen Haftgrund sprechen.

Was viele nicht wissen: Die Beschwerdegerichte heben regelmäßig Haftbefehle auch deshalb auf, weil sie schlicht unverhältnismäßig sind oder mildere Mittel als der Vollzug der Untersuchungshaft nicht beachtet wurden (Kaution, Hinterlegung von Ausweispapieren, Meldeauflagen etc).

Deshalb ist es wichtig, sofort einen erfahrenen (und nicht etwa einen vom Gericht empfohlenen) Anwalt einzuschalten, der (mit den entsprechenden Kenntnissen) die Optionen einer Aufhebung oder zumindest Außervollzugsetzung des Haftbefehls prüft – nicht selten mit Erfolg!

Ganz wichtig dabei: Auch hier keine Aussage gegenüber Gericht oder Polizei machen! Gerade unter dem Druck einer drohenden Inhaftierung oder der Inaussichtstellung einer Außervollzugsetzung des Haftbefehls im Falle eines Geständnisses werden oft vorschnelle Angaben gemacht, die später nur schwer oder gar nicht mehr zu revidieren sind!

Ausführliche Informationen zu U-Haft / Haftbefehl

Das Rechtsmittel der Berufung ist nur gegen Urteile des Amtsgerichts, also gegen Urteile des Strafrichters oder des Schöffengerichts möglich. Dagegen ist gegen ein Urteil des Landgerichts ausschließlich die Revision möglich.

Da Amtsgerichte die Masse der angeklagten Fälle aburteilen und daher besonders viele Fälle bearbeiten müssen, sind Urteile des Amtsgerichts oft sehr oberflächlich und nicht selten rechtsfehlerhaft. Vermutlich deshalb hat der Gesetzgeber eine weitere, vollwertige Gerichtsinstanz geschaffen:

Das Landgericht als Berufungsgericht ist an das Urteil des Amtsgerichts nicht gebunden und kann ganz anders entscheiden. So kann der Prozess also noch einmal komplett neu aufgerollt und die Ausgangslage manchmal sogar völlig verändert werden: Neue Beweise können erhoben, neue und alte Zeugen (nochmals) genauestens befragt, (neue) Gutachten eingeführt, eine Verständigung (sog. Deal) mit Staatsanwaltschaft und Gericht getroffen und selbstverständlich auch die rechtliche Lage neu bewertet werden. Umgekehrt kann auch eine geständige Strafmaßverteidigung zielführend sein, die oft mit einem sog. Täter-Opfer-Ausgleich einhergeht und regelmäßig zu einem deutlich milderen Urteil in der Berufungsinstanz führt.

In der Berufung kann damit die Verteidigung völlig neu gestaltet und der Anklagevorwurf nochmals unter einem anderen Vorzeichen verhandelt werden.

Wichtig: Die Frist zur Einlegung der Berufung ist ausgesprochen kurz. Vom Tag der mündlichen Verkündung des Urteils (gegen das man vorgehen möchte) hat man nur 1 Woche Zeit, schriftlich (oder zu Protokoll der Geschäftsstelle) Berufung einzulegen. Erging das Urteil also an einem Montag, ist die Berufung spätestens am nächsten Montag einzulegen.
Dies sollte man im Zweifel auch tun, denn zum einen ist eine Begründung der Berufung nicht notwendig, zum anderen hemmt  das Einlegen der Berufung die Rechtskraft des ersten Urteils, d.h. eine verhängte Geldstrafe oder Freiheitsstrafe kann vorerst nicht vollstreckt werden. Auch wird bis zum Abschluss der Berufung keine Eintragung ins Führungszeugnis vorgenommen – man gilt weiterhin als unschuldig.

Weitere Informationen zur Berufung

Die Revision ist das letzte – und bei Urteilen des Landgerichts sogar das einzige – Rechtsmittel, mit welchem gegen eine Verurteilung vorgegangen werden kann.

Was viele leider nicht wissen: Die Revision ist ein rein formales Verfahren im Rahmen dessen lediglich überprüft wird ob das Urteil der Vorinstanz (Landgerichts) rechtlich richtig ist. Es geht also um rein juristische Rechtsfragen und nicht etwa wie bei der Berufung (s.o.) um eine neue Bewertung von Zeugenaussagen oder anderer Beweise. Entsprechend wird in der Revision der Prozess der Vorinstanz nicht nochmal komplett aufgerollt, sondern nur am Schreibtisch des Gerichts das vorinstanzliche Urteil auf Verfahrens- oder Rechtsanwendungsfehler geprüft.

Der Revisionsanwalt muss also insbesondere in der Lage sein, reine Rechtsfehler eines Gerichts zu erkennen, was wiederum sehr profunde Rechtskenntnisse, nicht selten sogar wissenschaftliche Expertise erfordert.

Darüber hinaus werden aber seitens der Revisionsgerichte zudem extrem hohe Anforderungen an die rechtliche Begründung einer Revision gestellt, sodass bereits kleinste Fehler des Revisionsanwalts zur Unzulässigkeit und damit zur Bestandskraft des angegriffenen Urteils führen. Deshalb gilt die Revision als das schwierigste Rechtsgebiet im Strafrecht.

Für den Mandanten stellt die Revision daher ein sehr hohes Risiko dar, denn nicht nur muss sein Anwalt – wie oben gezeigt – in der Lage sein, Fehler in einem Urteil zu erkennen, er muss sie auch noch korrekt rügen können, was angesichts der exponentiell übersteigerten Anforderungen der Revisionsgerichte zu einem regelrechten Spießrutenlauf geworden ist.

Ohne jahrelange Erfahrung und vor allem wissenschaftlichem Knowhow ist eine erfolgreiche Revision heutzutage kaum mehr möglich, was auch die erschreckend geringe Erfolgsstatistik von 3 – 10 % belegt.

im Revisionsrecht sind die Fristen ausgesprochen kurz! So muss binnen einer Woche nach Urteilsverkündung bereits Revision eingelegt werden. Das bedeutet, vom Tag der mündlichen Verkündung des Urteils (gegen das man vorgehen möchte) hat man nur 1 Woche Zeit, schriftlich (oder zu Protokoll der Geschäftsstelle) Revision einzulegen – Wurde das Urteil also an einem Montag verkündet, endet die Frist mit Ablauf des nächsten Montags.

Darüber hinaus muss – anders als bei der Berufung – die Revision schriftlich begründet werden. Der Revisionsanwalt muss insbesondere dargelegt, aufgrund welcher konkreter Rechtsfehler das Urteil angefochten wird. Diese Begründungsfrist beträgt lediglich 1 Monat nach Zustellung der schriftlichen Urteilsgründe. Da diese Frist unter keinen Umständen verlängert werden kann (sog. Notfrist), ist die Zeit in derer das gesamte Urteil und das Protokoll der Hauptverhandlung vom Anwalt überprüft werden müssen extrem knapp und erfordert schon allein deshalb kontemporäre Expertise und Erfahrung im Revisionsrecht.

Weitere Informationen zur Revision

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Erfolg im Strafrecht steht und fällt mit der Wahl des richtigen Anwalts

Was in der Medizin selbstverständlich ist, wird beim Gang zum Rechtsanwalt oft übersehen: Auch hier ist die Materie so umfangreich, dass es sich dringend empfiehlt, einen erfahrenen Spezialisten hinzuzuziehen. Denn in keinem anderen Rechtsbereich bestehen so viele Freiheiten und Ermessensspielräume, hält man sich allein die weit gefassten Rechtsfolgen vor Augen, von der Verfahrens-Einstellung mit oder ohne Geldauflage, bis hin zu Freiheitsstrafen über wenige Monate mit Bewährung bis hin zu vielen Jahren.
Wir sind eine ausschließlich auf das Strafrecht spezialisierte Kanzlei, bestehend aus einem Team von hochspezialisierten Prozessanwälten, Fachanwälten sowie einem ehemaligen Staatsanwalt.

Was in der Medizin selbstverständlich ist, wird beim Gang zum Rechtsanwalt oft übersehen: Auch hier ist die Materie so umfangreich, dass es sich dringend empfiehlt, einen erfahrenen Spezialisten hinzuzuziehen. Denn in keinem anderen Rechtsbereich bestehen so viele Freiheiten und Ermessensspielräume, hält man sich allein die weit gefassten Rechtsfolgen vor Augen, von der Verfahrens-Einstellung mit oder ohne Geldauflage, bis hin zu Freiheitsstrafen über wenige Monate mit Bewährung bis hin zu vielen Jahren.

Wir sind eine ausschließlich auf das Strafrecht spezialisierte Kanzlei, bestehend aus einem Team von hochspezialisierten Prozessanwälten, Fachanwälten sowie einem ehemaligen Staatsanwalt. Dabei haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, mit sachkundiger Expertise sämtliche rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen und hierfür effektive Strategien zu entwickeln. Denn das Ergebnis im Strafrecht ist meist offen!

Kernpunkt unseres Erfolgs ist unsere extrem enge Spezialisierung sowie die rigorose Umsetzung der Rechtsposition des Mandanten und erzielen so regelmäßig überdurchschnittliche Erfolge

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