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Müller 2017-12-15T04:15:31+00:00

Philip Müller

Rechtsanwalt

Schwerpunkt Sexualdelikte, Team-Verteidigung, Berufs- und Amtsdelikte;

Kanzlei Stevens und Kollegen

Gerade Menschen, die bisher noch nie mit dem Strafrecht zu tun hatten, neigen oft dazu darauf zu vertrauen, dass sich vor Gericht schon alles aufklären wird, man hat ja schließlich nichts zu verbergen. Als Beschuldigter in einem Strafverfahren ist es aber nach meiner Erfahrung nicht ratsam, sich auf einen guten Ausgang verlassen, auch und gerade wenn man gänzlich unschuldig ist oder sich der Sachverhalt womöglich anders zugetragen hat. Denn es steht immer sehr viel auf dem Spiel: Im schlimmsten Fall die eigene Freiheit. Aber auch bei der rechtlichen Beurteilung alltäglicher Fälle, welche aus Sicht der Justiz nicht selten als „Bagatellfälle“ möglichst zügig abgehandelt werden sollen, fällt der Preis für den einzelnen oft hoch aus. Das gesellschaftliche Stigma des „Straftäters“ kann äußerst unangenehme Auswirkungen auf die eigene berufliche wie private Zukunft haben (Stichwort: Führungszeugnis).

Strafrecht ist kein „abgeschlossener Raum“, jede Person kann zu jeder Zeit mit einem Strafverfahren konfrontiert werden. Die meisten Menschen trifft die erste und hoffentlich letzte Begegnung mit dem Strafrecht vollkommen unvorbereitet. Fest steht: als Betroffener in einem Strafverfahren ist die Rolle als Beschuldigter, als Geschädigter oder auch „nur“ als Zeuge nie angenehm. Schreiben der Polizei, der Staatsanwaltschaften und der Gerichte lassen oft mehr Fragen offen, als sie beantworten – nichts Anderes gilt meist auch für persönliche Begegnungen mit den Strafverfolgungsbehörden. Ein zusätzliches Problem ist dabei, dass die Polizei, die Staatsanwaltschaften und die Gerichte ihren staatlichen Auftrag erfüllen müssen und damit als Ansprechpartner für Ihre eigenen Interessen als Betroffener nur sehr eingeschränkt geeignet sind. Nur Ihr Rechtsanwalt ist vollständig Ihren Rechten und Interessen als Mandant verpflichtet und unterliegt dabei einer vollumfassenden Schweigepflicht.

Auch wenn die Ausgangssituation im Strafrecht manchmal einfach erscheint: Die rechtliche Bewertung einer Situation muss deswegen noch lange nicht einfach sein. Und was die gesetzlich streng formalisierten Rechte für Beschuldigte, Geschädigte oder auch Zeugen in einem Strafverfahren angeht, bleibt deren Auslegung und Anwendung im konkreten Einzelfall nicht selten für den „Normalbürger“ völlig unverständlich. Der Weg durch ein Strafverfahren ist für jeden Betroffenen schwierig, und der Verfahrensausgang ist immer von großer Bedeutung wenngleich er meist offen ist.

Dies gilt natürlich besonders für Verfahren im Sexualstrafrecht, aber auch im Jugend- und Heranwachsendenstrafrecht, da ein Eintrag in das Bundeszentralregister oder gar eine Inhaftierung schnell die berufliche Zukunft gefährden kann. Außerdem ist die Vorverurteilung durch die Ermittlungsbehörden, aber auch den Medien in diesen Rechtsgebieten erfahrungsgemäß besonders stark ausgeprägt, was freilich im Jugendstrafrecht immerhin durch verhältnismäßig milde Strafen abgefedert wird. Als Verdächtiger schwererer Straftaten wie etwa von Sexualdelikten steht man odagegenhne das nötige juristische Fachwissen und die erforderliche Erfahrung im Umgang mit der Justiz als schnell ganz alleine da. Meistens steht die Beweislage Aussage gegen Aussage, so, dass eine wohlüberlegte und effektive Verteidigungsstrategie in dem vorliegenden Einzelfall ganz besonders wichtig ist.

Und bei dem Vorwurf von Gewalt-, Verkehrs- und Betäubungsmitteldelikten ist zwar oftmals die Beweislage „dass“ etwas geschehen ist sehr eindeutig; „was“ aber geschehen ist und wie sich die rechtliche Bewertung darstellt ist dagegen selten einfach zu beantworten.

Als Verteidiger setze ich mich im gesamten Strafverfahren für die Rechte und Interessen meiner Mandanten ein. Neben Einsatz hilft mir meine durch zahlreiche Verteidigungen vor dem Amts- und Landgericht in ganz Deutschland gewonnene Erfahrung. Die erfolgreiche Vertretung auch in komplexen erstinstanzlichen Verfahren vor dem Landgericht – alleine oder im Team – befähigt mich, auch in einer schwierigen Prozesssituation den Überblick zu behalten und in jeder Lage des Verfahrens eine geeignete Strategie festzulegen.

Gemeinsam mit Ihnen kann ich als Verteidiger von Anfang an eine erfolgversprechende Strategie für Ihr Verfahren entwerfen und diese auch effektiv umsetzen. Wichtig ist hierbei eine fundierte Analyse der Sach- und Rechtslage in Ihrem konkreten Einzelfall. Nicht zuletzt müssen auf dieser Grundlage auch klare Ziele gesteckt werden: Will man vordringlich einen Eintrag ins Führungszeugnis oder die Belastungen einer Bewährungs- oder gar Vollzugsstrafe vermeiden, kann eine frühe Verständigung mit der Staatsanwaltschaft und dem Gericht vorzugswürdig sein. Im Falle eines Geständnisses ist im Regelfall eine ganz wesentliche Strafmilderung zu erwarten, auch ein langes und zehrendes Verfahren kann ganz erheblich verkürzt werden. Geht es dagegen um eine vollständige Rehabilitierung, muss von Anfang an jede Chance genutzt werden, die Strafverfolgungsbehörden dazu anzuhalten, der gesetzlichen Unschuldsvermutung und den Beweisen zu Ihren Gunsten die rechtsstaatlich gebotene Bedeutung beizumessen.

Kanzlei Stevens und Kollegen

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